Andalusien,
im tiefen Süden der Iberischen Halbinsel betört seit jeher die
Reisenden. Die Region, etwas grösser als Österreich, wurde durch die
maurischen Eroberer geprägt. Städte wie Sevilla und Cordoba, Jerez und
Cadiz und nicht zuletzt Granada spiegeln das kulturelle Erbe der Mauren
wieder. Auch die Landschaften hier sind sehr kontrastreich. Die Costa
de la Luz, mit den traumhaften ewig breiten Atlantikstränden locken
genauso wie die berühmte Costa del Sol, mit den Urlaubshochburgen
Terremolinos = Düsseldorf-Süd und Marbella die Stadt der Reichen und
Schönen. Das Hinterland, mit der Sierra Nevada, dem höchsten Gebirge
des spanischen Festlandes bezaubert durch die berühmten „Pueblos
Blancos" die oft wie Schwalbennester am steilen Fels kleben.
Um
unseren Sommer zu verlängern, flogen wir im Herbst kurzentschlossen
nach Marbella. Waren gespannt was uns hier bei den sogenannten „Reichen
und Schönen" erwarten würde. Wir waren sofort vom Flair des Ortes
bezaubert. Wunderschöne Häuser und Plätze, durftende Orangenbäume,
kleine Parks mit gekachelten Bänken, gute, typisch andalusische Lokale
und natürlich das super Wetter trugen zu unserem Urlaubsglück bei.
Natürlich
blieben wir nicht nur faul am Meer liegen sondern fuhren auch ins
Hinterland zu den „Pueblo Blancos" den berühmten weißen Dörfern
Andalusiens. Höhepunkt hier war Ronda, mit der ältesten Stierkampfarena
der Welt. Die Stadt liegt auf einem Hochplateau und von der Puente
Nuevo, blickt mach hinunter in die tiefen Schluchten des Tajo-Flusses,
nichts für schwache Nerven.
Von
Marbella aus fuhren wir dann mit einem Leihwagen nach Granada, wo wir 3
Nächte verbrachten. Die Landschaft unterwegs ist geprägt von riesigen
Olivenhainen, Baumwollfeldern und Landgütern.
Granada
selbst ist wohl einzigartig. Hier herrschten Araber und Berber über gut
700 Jahre uns hinterließen die wohl betörendste Palastanlage der
islamischen Welt, die berühmte Alhambra, ein Märchenpalast aus tausend
und einer Nacht und einer pachtvollen Gartenanlage der „Generalife".
Wir
gingen abends durchs Araberviertel, genannt Albazcin, die steilen
Treppen hoch zur Plaza Nueva, von wo wir einen grandiosen Blick auf die
beleuchte gegenüberliegende Alhambra hatten. Ein Erlebnis der
Extraklasse.
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